Deutscher Gewerkschaftsbund

19.06.2020
Pressemitteilung der GEW Dortmund

GEW: Im Verdachtsfall an Schulen muss getestet werden!

Die GEW Dortmund nimmt mit Besorgnis den weiteren Fall einer Infizierung an einer Dortmunder Schule zur Kenntnis. Gegenwärtig scheint die Schule die notwendige Unterstützung durch das Gesundheitsamt, den Schulträger und das Schulamt zu bekommen. Allerdings zeigt sich die GEW Fachgruppenvorsitzende der GEW Dortmund, Biggi Scholten, erstaunt, dass nicht alle Kolleginnen und Kollegen an der Schule getestet werden unabhängig von den Vorgaben der Krisenplanung des Gesundheitsamtes muss der Arbeitgeber hier seiner Fürsorgepflicht gegen über den Beschäftigten nachkommen.

„Gerade weil die Öffnung der Grundschulen so umstritten ist, wäre es jetzt ein deutliches Zeichen an die betroffenen Beschäftigten, dass man sich kümmert“, erklärt Biggi Scholten. In wie weit dies auch auf Schülergruppen auszudehnen ist, muss der Schulträger entscheiden. Auch hier plädiert die GEW Dortmund für den Grundsatz, mehr Testung schadet nicht.

Aus Sicht der GEW kann es den Betroffenen an der Schule nicht überlassen sein, sich um einen Test zu kümmern. Die Schulaufsicht als Vertretung des Landes und der Schulträger müssen hier eine Testung anbieten, den organisatorischen Rahmen und die schnelle Ergebnissicherung sicherstellen. „So können innerhalb der Schule die Ängste aufgefangen werden“, erklärt Biggi Scholten für die GEW Fachgruppe Grundschule. Die GEW Dortmund sieht sich in ihrer kritischen Haltung gegenübereiner der vollständigen Schulöffnung ab dem 15.6. bestätigt. In einer Online Petition der GEW NRW heißt es dazu:

Die Landesregierung hat mit ihrer Entscheidung, die Grundschulen und die Primarstufen der Förderschulen zum 15. Juni zu öffnen, eine Entscheidung gegen den Infektionsschutz an diesen Schulen getroffen und sich gegen die gemeinsame Positionierung von Lehrkräften, Eltern und Schüler*innen gestellt. Die GEW NRW hat daher eine Petition gestartet. Gemeinsam können wir ein kraftvolles Zeichen setzen: Grund- und Förderschulen dürfen nicht zum Versuchsballon der NRW-Landesregierung werden. Zur Gewährleistung eines verantwortungsvollen Schulbetriebs fordern wir daher:
• Die aktuellen Regelungen für den Unterricht müssen beibehalten werden!
• Abstandsregeln müssen weiterhin auch in Schulen gelten!
• Umfassende Schutzmaßnahmen für das Personal und die Schüler*innen sind zu gewährleisten
• Regelmäßige Testung der Beschäftigten an den Schulen müssen vom Arbeitgeber ermöglicht werden


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