Deutscher Gewerkschaftsbund

17.01.2020

Neues Bündnis für Fachkräftesicherung in der Region

Die DGB-Region Dortmund-Hellweg, die IHK, die Agenturen für Arbeit Dortmund und Hamm, der Handelsverband NRW Westfalen-Münsterland und die Handwerkskammer Dortmund haben das neue „Bündnis für Fachkräfte Westfälisches Ruhrgebiet“ geschlossen. Im Beisein von NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann und rund 200 Gästen einigten sich die Bündnispartner am 16. Januar in einem „Memorandum of Understanding“ auf enge Zusammenarbeit und einen intensiven Informationsaustausch um vor allem kleine und mittlere Unternehmen bei der Fachkräftegewinnung und -sicherung zu unterstützen und zu begleiten.

Jutta Reiter, Geschäftsführerin des DGB Region Dortmund-Hellweg, machte deutlich: „In den nächsten acht Jahren werden in der Region Dortmund - Unna - Hamm mehr als 70.000 Menschen altersbedingt aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Dadurch ist die Entwicklung von Fachkräften für jedes Unternehmen eine vordringliche Aufgabe. Ausbildung, Qualifizierung, systematische Personalplanung und –Entwicklung sowie gute Arbeitsbedingungen werden immer bedeutsamer, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen und zu binden. Ohne die gestalterische Einbindung der Beschäftigten sowie ihrer Betriebs- und Personalräte wird die Herausforderung der digitalen Transformation in Unternehmen nicht zu stemmen sein.“

„Die Fachkräftesicherung ist eine wichtige Aufgabe für Nordrhein-Westfalen. Nach Hochrechnungen werden uns in zehn Jahren über 700.000 Arbeitskräfte in NRW fehlen; das ist eine Verdopplung des Fachkräfteengpasses im Vergleich zu heute“, bilanzierte Arbeitsminister Karl-Josef Laumann. Die Landesregierung habe deshalb entschieden, dieses Thema als Schwerpunkt aufzugreifen: „Dass dieser Impuls hier in Dortmund und im westfälischen Ruhrgebiet zur Gründung eines Fachkräftebündnisses führt, freut mich persönlich sehr – insbesondere, weil sich genau die richtigen Partner zusammengefunden haben. Denn: Wenn wir hier nicht alle gemeinsam zusammenarbeiten, werden wir die großen Herausforderungen, die vor uns liegen, nicht bewältigen können."

IHK zu Dortmund/Stephan Schütze