Deutscher Gewerkschaftsbund

Heuschrecken im Gesundheitswesen?

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Der Gesundheitssektor befindet sich im Umbruch. Einerseits besteht ein enormer Finanzbedarf zur Sicherung und Modernisierung der medizinischen und pflegerischen Infrastruktur für eine immer älter werdende Gesellschaft. Auf der anderen Seite sitzen immer mehr reiche Anleger auf ihrem Geld, da es ihnen an lukrativen Anlageobjekten mangelt.

Abhilfe schaffen sogenannte Private-Equity-Fonds, (Finanzbeteiligung für nicht börsennotierte Unternehmen) die Anlegern für die darin eingezahlten Millionen hohe Gewinne versprechen. In den vergangenen anderthalb Jahren hat die Aktivität von Private-Equity-Investoren aus dem europäischen Ausland und aus den USA auf dem deutschen Gesundheitsmarkt in spektakulärer Weise zugenommen. Auf der Übernahmeliste stehen neben großen Pflegeheimbetreibern und Krankenhaus-Konzernen auch Facharztpraxen und medizinische Versorgungszentren (MVZ).

Während die einseitige Renditeorientierung negative Auswirkungen auf die Qualität der Patientenversorgung und die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten hat, werden im Pflegesektor durch private Anleger mittlerweile zweistellige Renditen erzielt, die für die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung nicht mehr zur Verfügung stehen. Ein solches System kann nicht zukunftsfähig sein! Darüber und was man dagegen tun kann, wollen wir an diesem Abend diskutieren.

Referent an diesem Abend ist Dr. Christoph Scheuplein, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Arbeit und Technik, Gelsenkirchen und einer der Autoren der Broschüre "Übernahmen durch Private Equity im Deutschen Gesundheitssektor- Eine Zwischenbilanz für die Jahre 2013 bis 2018"


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