Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 30 - 29.12.2011
Das Netzwerk für eine Rente, die zum Leben reicht:

Ende der Rente mit 65 - Am Neujahrstag startet die Rente mit 67

Das bedeutet für alle Erwerbstätige ab dem Jahrgang 1947: Mindestens einen Monat länger arbeiten, um eine Rente ohne Abzug zu erhalten. Das gesetzliche Rentenalter wird ab dem 1. Januar 2012 bis zum Jahre 2029 schrittweise von 65 auf 67 angehoben.

Das bedeutet aber nicht, dass alle auch länger arbeiten können. Ein großer Teil der Beschäftigten erreicht nicht einmal das Renteneintrittsalter mit 65. Die meisten älteren Arbeitnehmer sind aufgrund der oft schwierigen Arbeitsbedingungen krank und ausgebrannt. Haben sie einmal ihre Arbeitsstelle verloren, finden sie selten eine neue. Die Altersgruppe der „Best Ager“ - gemeint sind Menschen im besten Alter, also die über 50jährigen - werden überdurchschnittlich häufig langzeitarbeitslos. Finden sie dann doch eine Arbeitsstelle, müssen sie hohe Lohneinbußen hinnehmen.

Die Rente mit 67 ändert an dieser Situation gar nichts. Sie schafft keine Arbeitsplätze für ältere Arbeitslose oder verbessert die Arbeitssituation der Arbeitnehmer. Die Rente mit 67 ist nichts anderes als eine versteckte Rentenkürzung unter einem anderen Namen und führt - unter den heutigen Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt - zukünftig immer mehr zu Altersarmut.

Das Netzwerk für eine Rente, die zum Leben reicht - die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB), der Sozialverband Deutschland (SoVD), der Mieterverein Dortmund und Umgebung e.V., der Seniorenbeirat der Stadt Dortmund, der Sozialverband (VdK), das Arbeitslosenzentrum, die AWO und die DGB-Gewerkschaften - fordert umfassende Verbesserungen: gute schulische Bildung, Ausbildungsplatzgarantie, gesicherte Beschäftigung auch und gerade im Alter, menschenwürdiger gesetzlicher Mindestlohn, Fortführung des Altersteilzeitgesetzes, flexible und sozial abgesicherte Gestaltung des Wechsels vom Erwerbsleben in den Ruhestand, deutlich bessere Absicherung von Arbeitslosen, Beteiligung aller an der gesetzlichen Rentenversicherung, die Aufwertung geringer Einkommen in der gesetzlichen Rentenversicherung und die Rücknahme der Rente mit 67.

Am 11.01.2012 lädt das Netzwerk zur Beteiligung an einer Straßenaktion gegen die Rente mit 67 ein. Beginn ist um 10.30 Uhr auf dem Hanseplatz in Dortmund.


Nach oben
Suchbegriff eingeben
Datum eingrenzen
seit bis