Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 08-20 - 04.05.2020

DGB: Stadt kann Arbeitsplätze im Reinigungsgewerbe sichern und die Schulen gesundheitlich gut aufstellen!

Die Schuldezernentin hat in den letzten Wochen geäußert, dass nur ein Drittel bis die Hälfte der Flächen in den Schulen gereinigt werden können. Gleichzeitig berichtet, die IG BAU von Kurzarbeit und Entlassungen im Reinigungsgewerbe. Hier könnte die Stadt Arbeitsplätze sichern, in dem die tägliche Reinigungskapazität an den Schulen und später auch an den Kindertagesstätten auf 100 % erhöht wird. „Statt eines Kurzarbeitergeldes, mit dem die Frauen im Reinigungsgewerbe nicht überleben können, könnten Firmen, die gute Arbeit bieten, das heißt mitbestimmt sind und Tarif zahlen, städtische Aufträge erhalten und  so gute Arbeitsplätze sichern. Die IG Bau hilft gerne, die Akteure an einen Tisch zu bringen,“ so Jürgen Rümmler von der IG BAU.

"Zusätzlich sollte an jede Schule eine Reinigungskraft im Tagesbetrieb beschäftigt werden", schlägt Volker Maibaum für die GEW Dortmund vor. So könnten die sanitären Anlagen kontinuierlich nach jeder Pause gereinigt und desinfiziert werden. In den Pausen könnten die Kontaktflächen in den Räumen, zwischen Pausen im Gebäude gereinigt werden. In den Lehrerzimmern und Sekretariaten werden  Schreibtische, Tastaturen und andere Arbeitsmittel von unterschiedlichen Personen genutzt. Diese müssten kontinuierlich gereinigt und desinfiziert werden. "Wenn bald weitere Gruppen in die Schulen kommen und gleichzeitig die Grundschulen sich öffnen, kann der Gesundheitsschutz mit den gegenwärtigen Kapazitäten des Schulträger nicht mehr funktionieren", prognostiziert die GEW Dortmund.

Statt Kurzarbeitergeld oder Insolvenzverhinderungszuschüsse, könnte der öffentliche Arbeitgeber hier massiv Arbeitsplätze sichern und gute, tarifliche und mitbestimmte Arbeitsbedingungen in Dortmund stärken, fordert der DBG und seine Mitgliedsgewerkschaften IG Bau und GEW Dortmund einer in gemeinsamen Initiative.


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