Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 04-21 - 29.06.2021
„Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch“

DSW21 unterstützt DGB-Kampagne für mehr Respekt

Ab sofort rollt eine wichtige Botschaft auf Bus und Stadtbahn durch Dortmund

67 Prozent der Beschäftigten im öffentlichen Dienst haben in den vergangenen letzten zwei Jahren Beleidigungen, Bedrohungen und tätliche Angriffe erlebt. Vor diesem Hintergrund wirbt der Dortmunder DGB gemeinsam mit den Dortmunder Stadtwerken (DSW21) den Dortmunder Verkehrsbetrieben DSW21  für um mehr Respekt gegenüber den Beschäftigten. Eine Stadtbahn und ein Linienbus fahren ab sofort mit dem Motto der bundesweiten Kampagne „Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch“ durch die Stadt.

Jutta Reiter, DGB- Vorsitzende in Dortmund: „Die Gewalt betrifft längst nicht mehr nur die Polizei und andere Sicherheitskräfte. Alle Beschäftigten im Dienst der Gesellschaft werden immer öfter Opfer. Von daher sind wir dankbar, dass die DSW21 unsere Kampagne unterstützt und damit ein deutlich sichtbares Zeichen setzt!“

Bei der Kampagne geht es um mehr Respekt gegenüber Polizist*innenen, Feuerwehrleuten, Mitarbeiter*innen von Rettungsdiensten, Beschäftigten im Gesundheitswesen, in Bildungseinrichtungen, bei Ordnungsämtern oder Jobcentern und auch anderen öffentlichen Verwaltungen und Bertrieben.

Harald Kraus, Arbeitsdirektor bei DSW21, ergänzt: „Zunehmende Respektlosigkeit und sinkende Hemmschwellen sind so grundlegende Probleme, dass wir darüber dringend einen gesellschaftlichen Diskurs führen müssen. Auch die Bus- und Stadtbahnfahrer*innen von DSW21, unsere Mitarbeitenden in der Fahrausweisprüfung sowie im Service- und Präsenzdienst werden zunehmend angegangen. Viele klagen über langfristige Folgen für ihren Arbeitsalltag und ihre Gesundheit. Das ist für uns als Arbeitgeber nicht hinnehmbar. Es ist aber auch ganz grundsätzlich inakzeptabel – deshalb unterstützen wir die Kampagne sehr gerne.“

Laut einer bundesweiten Umfrage des DGB wird häufig der Frust und Ärger über den Staat gegenüber den Beschäftigten im öffentlichen Dienst ausgelebt. Über 70 Prozent gaben an, dass Bürgerinnen und Bürger aufgrund von zu wenig Personal, schlechter Ausstattung, mangelhaftem Service und hohem Bürokratieaufwand oft genervt sind und aggressiv reagieren.

Hier sieht ver.di Geschäftsführer Michael Kötzing dringenden Handlungsbedarf: „Diese Erfahrungen müssen für uns Warnung sein. Wir dürfen die Kolleginnen und Kollegen mit der Gewalt nicht alleine lassen; wir müssen aktiv Veränderungen anstoßen. Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst brauchen Unterstützung, Hilfe und Anerkennung für ihre Tätigkeit. Für uns ist die tägliche Gewalt und Aggression nicht zu akzeptieren, die Beschäftigten sind keine Blitzableiter für Frust und Aggression.“


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