Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 12/18 - 19.12.2018

Mindestlohn sorgt für mehr Lohn und Beschäftigung

Der gesetzliche Mindestlohn steigt zum 1. Januar 2019 auf 9,19 Euro. Für den DGB ist dies ein Anlass, einen genaueren Blick auf die Beschäftigten- und Lohnentwicklung seit Einführung des Mindestlohnes vorzunehmen.

Die Dortmunder DGB Vorsitzende Jutta Reiter dazu: „Vier Jahre nach seiner Einführung ziehen wir eine positive Bilanz: Der gesetzliche Mindestlohn hat für viele Beschäftigte mehr Lohn gebracht. Entgegen den Unkenrufen von Arbeitgebern und Wirtschaftsforschern ist die Beschäftigung nicht gesunken. Im Gegenteil; die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist heute auf einem Höchststand. Der Mindestlohn hat den privaten Konsum angekurbelt und so zum aktuellen Aufschwung beigetragen.“

Eine aktuelle DGB-Auswertung neuer Zahlen des Statistischen Bundesamtes und der Bundesagentur für Arbeit belegt die positiven Effekte auf die Verdienst- und Beschäftigungsentwicklung. Sowohl die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung als auch die Löhne haben sich in Dortmund seit Einführung des gesetzlichen Mindestlohns Anfang 2015 positiv entwickelt.

Bis Ende März 2018 lag das Plus der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in Dortmund bei 10,1 Prozent. Dabei lag allein im Bereich der Information und Kommunikation der Anstieg sozialversicherungspflichtiger Teilzeit- und Vollzeit-Beschäftigung (ohne Minijobber) bei 22,3 Prozent. Unter dem Strich profitierten in NRW seit Einführung des Mindestlohnes die Beschäftigten und dabei vor allem Un- und Angelernte mit einem Lohn-Plus von 6,1 Prozent.

Dennoch sieht Reiter Verbesserungsbedarf: „Viele Beschäftigte werden immer noch um den Mindestlohn betrogen, deshalb muss hier mehr kontrolliert werden. Die zuständigen Behörden brauchen mehr Personal denn wer Gesetze nicht wirkungsvoll kontrolliert verspielt Glaubwürdigkeit.“

 


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