Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 06-21 - 13.07.2021

Krisenfolgen: Tausende Minijobber in Dortmund arbeitslos

Ende 2020 gab es in Dortmund rund 52.000  Minijobber*innen, das sind rund 3.800 weniger als im Jahr davor. Vor allem im Gastgewerbe war mit rund 1.500 ein hoher Rückgang von 21,5 % der Minijobs zu verzeichnen. Das bedeutet: Tausende Dortmunder*innen haben in der Corona-Pandemie ihre Jobs verloren und landeten zum Teil in Hartz IV. Der DGB fordert angesichts dieser Zahlen eine Minijob-Reform.

„Menschen in Mini-Jobs wurden in der Pandemie als erste vor die Tür gesetzt“, erläutert Jutta Reiter, DGB-Vorsitzende in Dortmund. Sie ergänzt: „Vor allem Frauen wird die Möglichkeit einer eigenständigen Existenzsicherung verwehrt, da vielen nur die viel zu niedrigen Leistungen der Grundsicherung verbleiben. Sie mussten dadurch bittere Einkommensverluste einstecken und haben Probleme, überhaupt ihren Lebensunterhalt zu sichern. Gerade in Krisenzeiten müssen sich Beschäftigte aber auf ein soziales Sicherungsnetz verlassen können. Minijobs lösen dieses Versprechen nicht ein.“

Denn dem vermeintlichen Vorteil eines Brutto-für-Netto-Verdienstes stehen Niedriglöhne und Altersarmut gegenüber. Außerdem sind geringfügig Beschäftigte von der Arbeitslosenversicherung ausgeschlossen, daher erhalten sie weder Kurzarbeiter-, noch Arbeitslosengeld.

Der DGB kritisiert wegen seiner gravierenden Nachteile für Beschäftigte schon lange  das „System Minijob“ und setzt sich für eine Umwandlung aller Minijobs in sozial abgesicherte Beschäftigung ein.


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