Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 04D - 05.02.2016

DGB kämpft gegen unechte Werkverträge


43 Prozent der Werkvertragsbeschäftigten erledigen weitgehend identische oder sogar exakt dieselben Aufgaben wie die Kernbelegschaft. „Oft behaupten Unternehmen, über Werkverträge nur spezielle Dienstleistungen bei spezialisierten Unternehmen einzukaufen, was für uns als DGB Gewerkschaften auch in Ordnung ist. Aber die Studie „Werkverträge im Betrieb“ der Hans-Böckler-Stiftung hat diesen Mythos eindeutig wiederlegt,“ so die Vorsitzende des DGB in Dortmund Jutta Reiter.

„Fakt ist, dass in vielen Branchen Werkverträge über die gesamte Produktionskette hinweg vergeben werden“, so Reiter. Auch eine repräsentative Befragung im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung hat gezeigt: Im produzierenden Gewerbe und im Einzelhandel erledigt fast jeder fünfte Werkvertragsbeschäftigte (19%) exakt dieselben Tätigkeiten wie Beschäftigte der Stammbelegschaft. Und ein weiteres Viertel (24%) der Werkvertragsbeschäftigten übt „weitgehend identische“ Tätigkeiten aus. Für mindestens 43 Prozent der Werkvertragsbeschäftigten in diesen Branchen gilt also: Sie erfüllen das Kerngeschäft – und keine Spezial-Dienstleistungen.Auch die IG Metall hat mit einer Betriebsrätebefragung herausgefunden, dass Werkverträge in allen betrieblichen Bereichen und für Tätigkeiten mit allen Qualifikationsniveaus eingesetzt werden.

 


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