Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 02/19 - 24.01.2019
DGB Frauen laden ein:

Frauenmuseum ist Ziel zum Frauentag

Das allgemeine und gleiche Wahlrecht für Frauen: Was heute selbstverständlich ist musste erkämpft werden. Vor 100 Jahren war es soweit: Erstmals durften Frauen (und alle Männer) bei der Wahl zur Nationalversammlung ihre Stimme abgeben und mitentscheiden. Ein Meilenstein, dem das Frauenmuseum in Bonn eine Ausstellung widmet – und die passend zum Frauentag am 10. März vom DGB Kreisfrauenausschuss besucht wird. Dabei können alle interessierten Männer und Frauen gerne mitkommen, betont Sonja Rynek für die DGB Frauen: Die Teilnahme ist kostenlos, in den Bus zusteigen kann man (und frau) in Lippstadt, Erwitte und Soest. Anmeldungen zur Fahrt nehmen die Frauen per Email (srynek@web.de) und telefonisch unter 0176 313 499 89 entgegen.

Bis zum Frauenwahlrecht mussten Frauen einen politisch weiten und steinigen Weg zurücklegen: Schon 1902 gründete Dr. Anita Augspurg den Deutschen Verein für das Frauenstimmrecht. Doch nur eine Minderheit forderte das allgemeine gleiche Wahlrecht, konservative Frauen lehnten es ab.

Erst bei der November-Revolution in Deutschland gelang es, das allgemeine und gleiche Wahlrecht auf Frauen und alle Männer auszuweiten, bei der Wahl zur Nationalversammlung 1919 konnten Frauen erstmals wählen und auch selbst kandidieren.

Das damit die Gleichberechtigung nicht erreicht war zeigen weitere Meilensteine aus der Geschichte der Bundesrepublik: Bis 1962 durften Frauen kein eigenes Bankkonto eröffnen, bis 1977 ohne Zustimmung des Ehemanns keinen Job annehmen und die Vergewaltigung in der Ehe wurde erst 1997 strafbar. Bei Wahlen sind Frauen auf chancenreichen Listenplätzen unterrepräsentiert: Insofern stellen die DGB Frauen Gleichberechtigung, aber keine Chancengleichheit fest.

 


Suchbegriff eingeben
Datum eingrenzen
seit bis