Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 24/14 - 25.08.2014

DGB: Niederschmetterndes Zwischenergebnis beim ENVIO-Prozess


Die Zwischenbilanz aus dem seit zwei Jahren andauernden Envio Prozess ist niederschmettert, nicht nur für die Betroffenen, sondern für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Zu dieser ersten Bewertung kommt der DGB in Dortmund.

Es sei genau das eingetroffen, was die Gewerkschaften befürchtet haben: „Die schlampige Arbeit der Bezirksregierung, wie durch die damaligen Untersuchungen z.B. der Prognos AG belegt, führt jetzt dazu, dass sich die Verursacher aus der Verantwortung stehlen können. Das ist ein ganz schlechtes Signal für den Schutz von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und desaströs für die schon Geschädigten.“ so die Vorsitzende des DGB Dortmund, Jutta Reiter.

Der DGB weist darauf hin, dass nach wie vor, z.B. im Bereich Arbeitsschutz noch nicht immer kein ausreichender Personalbesatz vorhanden, um die zunehmende Aufgabenflut zu bewältigen. „Damit wird die Kernaufgabe des Schutzes von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, nämlich die Sicherung ihrer Gesundheit, nach wie vor von der Landesregierung als Feigenblatt vor sich hergetragen. Die Ergebnisse der als Konsequenz aus dem Envio Skandal von den Gewerkschaften geforderte landesweiten Hotline zum Thema Arbeitsschutz zeigen, dass mehr als 80% von mehreren Tausend Anfragen eine berechtigte Grundlage hatten. Das stellt sich schon die Frage, wie der Eisberg unter der Spitze aussieht! Es gilt aus jeden Fall zukünftig zu verhindern, dass die Verantwortlichkeiten zwischen Unternehmen und Behörden hin und her geschoben werden können, so dass letztlich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer das nachsehen haben

 

Telefonnummer der Hotline Arbeitsschutz: 0211/ 8553311 von 8-18 Uhr


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