Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 10/19 - 11.07.2019
Was ist zu beachten:

Spielregeln im Ferienjob

Mit Be­ginn der Som­mer­fe­ri­en wer­den wie­der vie­le Schü­le­rin­nen und Schü­ler ihr Ta­schen­geld mit ei­nem Fe­ri­en­job auf­bes­sern und so ers­te Ein­bli­cke in die Ar­beits­welt er­hal­ten. Aber wel­che Re­geln gel­ten für die Fe­ri­en­ar­beit?

Jutta Reiter, Vorsitzende des DGB Dortmund: „Auf je­den Fall soll­te je­de Schü­le­rin und je­der Schü­ler nur mit ei­nem Ver­trag in der Hand einen Fe­ri­en­job be­gin­nen. Der muss vor­her ab­ge­schlos­sen wer­den und ganz klar Auf­ga­ben, Ar­beits­zei­ten und den Lohn re­geln.“

Ferienjobs müssen beispielsweise leichte Tätigkeiten sein, beispielsweise Gartenarbeit, Zeitungen austragen oder Botengänge. Schwere körperliche oder gefährliche Tätigkeiten sind für Jugendliche dagegen verboten.

Wenn die Eltern zustimmen, dürfen Kinder ab 13 Jahre bis zu zwei, in der Landwirtschaft bis zu drei Stunden täglich zwischen 8 und 18 Uhr arbeiten. Für ältere Schulpflichtige gelten weiterreichende Regelungen aber die Arbeitszeit von acht Stunden am Tag und 40 Stunden die Woche darf prinzipiell nicht überschritten werden.

Mit dem Min­dest­lohn­ge­setz ha­ben Fe­ri­en­job­be­rin­nen und Fe­ri­en­job­ber, die äl­ter als 18 Jah­re sind, An­spruch auf 9,19 Eu­ro je Stun­de. Das gilt auch, wenn der Fe­ri­en­job als ge­ring­fü­gi­ge Be­schäf­ti­gung (bis zu 450 Eu­ro/Mo­nat) aus­ge­übt wird. Für un­ter 18-Jäh­ri­ge oh­ne ab­ge­schlos­se­ne Be­rufs­aus­bil­dung gilt das Min­dest­lohn­ge­setz hin­ge­gen nicht, hier soll­te man die Lohn­hö­he ganz ge­nau im Blick ha­ben, wenn der Ar­beits­ver­trag un­ter­zeich­net wird: Auch Fe­ri­en­jobs müs­sen fair be­zahlt wer­den.

Jutta Reiter: „Wenn Ar­beit­ge­ber sich nicht an die Ge­set­ze hal­ten, soll­te man zu­sam­men mit den El­tern was da­ge­gen tun. Ver­stö­ße ge­gen Ar­beits­schutz­ge­set­ze soll­te nie­mand to­le­rie­ren. Am bes­ten wen­det man sich in sol­chen Fäl­len an die Auf­sichts­be­hör­den - in der Re­gel sind das ört­li­che Ge­wer­be­auf­sichtsäm­ter oder die Äm­ter für Ar­beits­schutz.“

 

Mehr Informationen bei der DGB-Jugend

 


Nach oben
Suchbegriff eingeben
Datum eingrenzen
seit bis