Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 11/12 - 13.03.2012
Fachtagung des DGB in Dortmund:

Gute Pflege verlangt gute Arbeitsbedingungen

Teaser_Pflege

Rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind am Montag, 12. März 2012, der Einladung des DGB NRW ins Dortmunder Reinoldinum gefolgt, um sich über das Thema Pflege zu informieren. Unter dem Motto „Pflege – ortsnah, solidarisch und am Menschen orientiert“ diskutierten sie mit Expertinnen und Experten aus Gewerkschaften, Politik und Altenpflege über die Ausgestaltung der Pflegeversicherung und über die Situation der Beschäftigten. Zu Gast waren unter anderem Barbara Steffens (NRW-Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter), Annelie Buntenbach (DGB -Bundesvorstand), Sylvia Bühler (ver.di nrw), Hubert Kleff (CDU-Landtagsfraktion), Martin Litsch (AOK Nordwest), Helmut Wallrafen-Dreisow (Sozialholding Mönchengladbach) sowie Andreas Meyer-Lauber und Sabine Graf (beide DGB NRW).

Ziel der DGB-Gewerkschaften sei es, für die Zukunft eine gute und menschenwürdige Pflege sicherzustellen, erklärte Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB NRW, in seiner Begrüßung. „Um dies zu erreichen müssen die Leistungen für pflegebedürftige Menschen weiterentwickelt, Arbeits- und Entlohnungsbedingungen für die Beschäftigten deutlich verbessert und die solidarische Finanzierung der Pflegeversicherung auf Dauer gesichert werden.“

Aufgrund des belastenden Arbeitsalltages wechselten viele professionelle Pflegekräfte bereits wenige Jahre nach der Berufsausbildung in andere Branchen, so Meyer-Lauber. „Um hier gegenzusteuern, fordern wir die Landesregierung auf, mit Hilfe des DGB-Index 'Gute Arbeit' die Beschäftigten zu befragen, welche Veränderungen nötig sind, um ihre Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern.“ Darüber hinaus müsse in der Altenpflege der Schutz durch Tarifverträge verstärkt werden. „Es liegt in der Hand der Landesregierung, Tarifverträge für allgemeinverbindlich zu erklären, wo keine tarifliche Bindung vorhanden ist.“ Eine weitere Forderung des DGB NRW an die Landesregierung sei es, die Beratung zum Thema Pflege übersichtlicher zu gestalten. „Derzeit haben wir ein fast undurchschaubares Dickicht an unterschiedlichen Beratungsstellen. Um Hilfesuchenden bessere Unterstützung zu bieten, sollen Pflegestützpunkte uns sonstige Anlaufstellen der unterschiedlichen Träger koordinierte und untereinander abgestimmte Beratungsangebote schaffen.“


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