Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 11/18 - 03.12.2018
Internationaler Tag der Behinderung

DGB Dortmund: Beschäftigung von Menschen mit Behinderung erhöhen

Anlässlich des Internationalen Tag der Behinderung am 3. Dezember fordert der DGB die Dortmunder Wirtschaft auf, ihre Anstrengungen zur Integration behinderter Menschen in den Arbeitsmarkt zu verstärken.
Jutta Reiter, DGB Stadtverbandsvorsitzende: „Menschen mit Behinderung sind mindestens so engagiert wie Menschen ohne Behinderung und verfügen oftmals über eine hervorragende berufliche Qualifikation. Das sollten Unternehmen berücksichtigen, die über Fachkräftemangel klagen.“

In Dortmund  machen schwerbehinderte Menschen insgesamt lediglich 5,3 Prozent aller Beschäftigten aus. Damit liegt Dortmund knapp über gesetzlich vorgeschriebenen Quote von fünf Prozent schwerbehinderter Beschäftigter* wobei die Quote der öffentlichen Arbeitgeber mit 7,1 Prozent deutlich besser dasteht als die der privaten Arbeitgeber mit 4,7 Prozent. Deshalb fordert der DGB stärkere Anreize für Unternehmen, die gesetzliche Beschäftigungspflicht ernst zu nehmen. Dabei sollten vor allem jene Arbeitgeber in die Pflicht genommen werden, die überhaupt keine oder zu wenig Schwerbehinderte beschäftigen.

Reiter: „Bei der Ausbildung oder Beschäftigung von Menschen mit Behinderung können die Arbeitgeber auf vielfältige Unterstützungsangebote zurückgreifen: Lohnkostenzuschüsse, kostenlose Ausstattung des Arbeitsplatzes oder Begleitung durch Fachpersonal im Betrieb. Trotzdem sind viele Unternehmen zögerlich.“

Neben der Förderung der Beschäftigungsverhältnisse sollten daher die gesetzlich vorgesehenen Abgaben für ausbleibende Beschäftigung behinderter Menschen nach Vorstellungen des DGB pro fehlendem Arbeitsplatz/Monat stark angehoben werden, beispielsweise bei einer Beschäftigungsquote von weniger als zwei Prozent von 320 auf 750 Euro.

Der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember jedes Jahres ist ein von den Vereinten Nationen ausgerufener Gedenk- und Aktionstag, der das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Probleme von Menschen fördern soll.

 

*Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit, Daten für 2016

 


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