Deutscher Gewerkschaftsbund

11.06.2015

Die Medien in der „wirtschaftskonformen“ Demokratie

Warum sie ihre Wächterrolle nicht mehr erfüllen


Einseitigkeit in der Berichterstattung zur Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen hat sich in großen Teilen der zentralen Medien breit gemacht. Ob es um die Darstellung der Finanz- und Wirtschaftskrise, Griechen­land, die Situation auf dem Arbeitsmarkt, um die Rentenpolitik, die Schuldenbremse oder zuletzt um die Berichterstattung über den Ukraine-Konflikt geht: Selbst sog. Qualitätsmedien erfüllen oft nicht die Mindeststandards journalistischer Arbeit. Auch der Wissenschaftsjour­nalismus wird mehr und mehr abgelöst durch Wissenschafts-Public Re­lations. Statt kritische Aufklä­rung bestimmt Kampagnen-Journalismus mehr und mehr das Medien­bild.

Gibt es Möglichkeiten, die „Vermachtung“ der veröffentlichten Meinung aufzubrechen? Welche Chancen bietet das Internet?
Die Veranstaltung soll einen Anstoß zu einer Diskussion über Strategien geben, wie die Meinungsmache zu durchbrechen ist.

Termin: Montag, 15. Juni 2015, Beginn 19:00 Uhr
Ort: Auslandsgesellschaft NRW, Steinstraße 48, Dortmund
Referent: Dr. Wolfgang Lieb

 

Zur Person:

Dr. Wolfgang Lieb arbeitet von 1979 bis 1983 in der Planungsabteilung des Bundeskanzleramtes und wurde anschließend Leiter des Grundsatzreferates in der Landesvertretung Nordrhein-Westfalens in Bonn. Ab 1987 war er zunächst stellvertre­tender, später Regierungssprecher und Leiter des Landes­presse- und Informationsamtes des Landes Nordrhein-Westfalen unter Ministerpräsident Johannes Rau.  Zuletzt war er von 1996 bis 2000 Staatssekretär im nordrheinwest­fälischen Wissenschaftsministerium. Heute gibt er zusammen mit Albrecht Müller die kritische Website NachDenkSeiten heraus. In dieser Funktion nahm er 2009 den Alternativen Medien­preis entgegen.

 


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