Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 3/18 - 28.05.2018
Aktionstag an der Reinoldikirche

Es schlägt 12! Armut und Ausgrenzung in Dortmund und Europa verhindern


Das Netzwerk „arm in Arm“ legt zur Armut wieder den Finger in die Wunde. Dass Menschen, die von Transferleistungen leben müssen, durch die auf Bundesebene kleingerechneten Bedarfssätze im SGB II betrogen werden, ist für das Netzwerk unfassbar. Armut hat viele Gesichter. Wie groß die Armut in Deutschland ist, hat der 5. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung gezeigt. Deutschland ist ein gespaltenes Land mit extrem ungleichen Einkommen und Vermögen. Jede und jeder 6. ist arm oder von Armut bedroht – und jedes 5. Kind. Vor allem Erwerbslose (Armutsquote 59,0 %), Alleinerziehende (43,8 %), ausschließlich geringfügig Beschäftigte (25,7 %) und LeiharbeiterInnen (17,7 %) sind die Gruppen, die besonders häufig von Armut betroffen sind. Ihre Armutsquoten liegen deutlich über der Armutsquote für die Bevölkerung von insgesamt 15,7 %.

Gemeinsam mit dem Europäischen Armutsnetzwerk EAPM und der Nationalen Armutskonferenz führt „arm in Arm“ am 29.05.2018 einen Aktionstag für eine europäische Mindestsicherung durch, die ein menschenwürdiges Leben und Teilhabe ermöglichen soll. Mit Hilfe des EMIN2-Projektes wollen europäische und Dortmunder Akteure gemeinsam für eine neue Politik zur Armutsbekämpfung werben.

An der Reinoldikirche wird am 29.05.2018 in der Zeit von 12.00 bis 17.00 Uhr der EMIN-Bus stationiert. Rund um den Projektbus gibt es viele Informationen zum Thema Armut in Dortmund und Europa: Ausstellungen, Interviews, Mitmachaktionen zum Nachdenken und eine Suppenküche sollen Möglichkeiten zur Diskussion und zum Austausch bieten. Die Aktion wird um 12.00 Uhr durch lautes Wecker-Schellen eröffnet.

 


Nach oben
Suchbegriff eingeben
Datum eingrenzen
seit bis