Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 15 - 27.11.2017

DGB kritisiert Kürzung: Menschen im ländlichen Raum werden abgehängt

Gewerkschaften wollen Erhalt des NRW-Sozialtickets


"Das Sozialticket ist eine absolute Erfolgsgeschichte im Kreis Soest", so DGB Kreisvorsitzender Holger Schild: Im Oktober 2017 erreichte die Nachfrage mit 1.617 Tickets einen Höchstwert. "Dieses Sozialticket ermöglicht Männern, Frauen und Kindern Busse und Bahnen zu nutzen - Bürger aus dem Kreis Soest, die sich den öffentlichen Nahverkehr sonst nicht leisten könnten." Zur Zeit erhält der Kreis Soest für dieses Sozialticket vom Land 469.000 Euro, bis zum Jahr 2020 will die schwarz-gelbe Landesregierung diesen Zuschuss komplett streichen. Nach dem derzeitigen Stand der Beratungen würde damit den Menschen gerade im ländlichen Raum die Möglichkeit genommen, den Nahverkehr zu nutzen.

Im Koalitionsvertrag von CDU und FDP auf Landesebene steht das anders: "Ideologiefrei" sollen die Menschen frei von staatlicher Bevormundung selber entscheiden können, welches Verkehrsmittel für sie das geeignete ist. Dazu soll es attraktive Angebote im Öffentlichen Personennahverkehr geben.

Gerade durch die Streichung des Sozialtickets werden die Menschen aber bevormundet: Statt eines attraktiven Angebotes im Nahverkehr wird ihnen einfach die Chance genommen, den bestehenden Nahverkehr zu nutzen. "Gerade im ländlichen Raum bedeutet das: Bleib zu Hause, Du kommst eh nicht zum Bewerbungsgespräch, nicht zum Arzt und nicht zum Supermarkt", befürchtet Holger Schild.

"Der DGB setzt sich auf Landesebene intensiv dafür ein, das die Landeszuschüsse für das Sozialticket erhalten bleiben. Wir vor Ort nehmen die Kreistagsmitglieder in die Verantwortung, die Kürzungen auf Landesebene ideologiefrei mit eigenen Haushaltsmitteln aufzufangen", so Holger Schild. Das Ziel: "Es soll eine Erfolgsgeschichte bleiben!"

 


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