Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 2/18 - 02.04.2018
Ostermarsch Rhein-Ruhr 2018

Anja Weber (DGB): No two percent!

Vorsitzende des DGB NRW bei Abschlusskundgebung in Dortmund

Anja Weber, Vorsitzende des DGB NRW, beim Ostermarsch in Dortmund: No two percent!


Anja Weber, Vorsitzende des DGB NRW, hat sich auf der Abschlusskundgebung des Ostermarsches Rhein-Ruhr im Wichernhaus in Dortmund gegen eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben auf zwei Prozent (Zwei-Prozent-Ziel der NATO) und für eine Stärkung ziviler Friedenssicherung ausgesprochen: „Konflikte lassen sich nicht mit Waffengewalt lösen. Statt eines höheren Verteidigungsbudgets müssen wir an den Ursachen von Kriegen ansetzen. Hierzu gehören ein fairer Welthandel, eine gerechtere Verteilung des weltweiten Reichtums sowie soziale und ökologische Entwicklungs- und Klimaschutzprojekte.“ Auch eine immer weitere Abschottung Europas sei die falsche Strategie, sagte die DGB-Landeschefin. „Wir können nicht so tun, als gingen uns die Krisen und Kriege in der Welt nichts an. Wer denkt, es wäre damit getan, die Grenzen zu schließen, ist nicht nur herzlos, sondern auch sehr naiv.“

Optimistisch stimmten sie die breiten Proteste für schärfere Waffengesetze in den USA, so Weber weiter. „Auch diese jungen Menschen sind davon überzeugt, dass nicht mehr, sondern weniger Waffen gegen Waffengewalt helfen. Ich wünsche mir, dass etwas von ihrer Energie zu uns herüber schwappt und auch hier wieder mehr Menschen für gewaltfreie Konfliktlösung und Frieden auf die Straße gehen.“

Mit Blick auf die zunehmende Europakritik in vielen Mitgliedsstaaten appellierte Weber dafür, dieses einzigartige Projekt nicht aufs Spiel zu setzen: „Die Europäische Union ist nicht fehlerlos, aber sie sichert uns seit dem zweiten Weltkrieg Frieden, Freiheit und Wohlstand. Für ein besseres und gerechteres Zusammenleben brauchen wir nicht weniger, sondern mehr Europa!“ Demokratie sei kein Zuschauersport und verlange von jeder und jedem aktives Eintreten für Solidarität, Frieden und Gerechtigkeit, erklärte Weber.


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