Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 28 - 22.12.2011

DGB: Erster Schritt zum Schutz vor Lohndumping!

Als überfälligen ersten Schritt zum Schutz vor Lohndumping, gerade auch aus dem Europäischen Ausland, bezeichnete Jutta Reiter, Vorsitzende der DGB-Region Dortmund-Hellweg, die vom Kabinett beschlossenen Mindestlöhne in der Leiharbeit:

„Mit den Lohnuntergrenzen von 7,89 EURO im Westen und von 7,01 EURO im Osten für die Leiharbeit wurde eine untere Haltelinie für die Beschäftigten geschaffen. Der DGB und seine Gewerkschaften rücken aber nicht von dem Ziel „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ ab. Gerade Leiharbeiter müssen sich am Arbeitsmarkt besonders flexibel bewegen und haben wenig Planungssicherheit. Das muss honoriert werden.

Es ist positiv, dass derzeit ein Wandel auf dem Arbeitsmarkt zu beobachten ist. Vor dem Hintergrund des Fachkräfteengpasses werden in einigen Branchen vermehrt Leiharbeiter in die Stammbelegschaften übernommen. Die Klagen der Unternehmen über leergefegte Märkte zeigen aber das Versäumnis der letzten Jahre. In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit haben sie nur auf das billige Geschäftsmodell des Hire and Fire gesetzt, weil über die Leiharbeit stets Nachschub vorhanden war.

Jetzt rächt es sich, dass die Unternehmen in den letzten Jahren weniger ausgebildet haben, als es zur Deckung ihres Fachkräftebedarfs notwenig gewesen wäre. Hiermuss jetzt ein Umdenken stattfinden.“


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