Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 09 - 25.07.2016
DGB Kreisverband Soest:

Bei Renten geht es um mehr als Statistik


Kreis Soest. „Wir lehnen eine Erhöhung des Renteneintrittsalters ab!“, so DGB Kreisvorsitzender Holger Schild: " Bei der Rente geht es um mehr als die reine statistische Bezugszeit.“ Die Zahlen der Rentenversicherung zeigen: Im Schnitt werden Männer rund 80 und Frauen rund 84 Jahre alt. „Wer das zum Anlass nimmt, ein Renteneintrittsalter von 73 Jahren zu fordern, will den Menschen damit absichtlich nur sieben beziehungsweise elf Jahre Rente gönnen.“

Allerdings, und darauf weist der DGB hin, „das sind nur die Durchschnittszahlen“. Vielen bleibt erheblich weniger Renten-Zeit:  Der statistische Durchschnitt blendet aus, dass viele Menschen früher sterben - gerade jene mit harten Erwerbsbiographien und niedrigerem Einkommen. Ein höheres Renteneintrittsalter verschärft aber die wirklichen Probleme der Rentenpolitik: „Bereits heute gehen viele Beschäftigte vorzeitig in Rente, denn sie schaffen die »Arbeit bis 65« nicht. Sie nehmen dafür hohe Abschläge in Kauf – nicht gerne, sondern weil sie es müssen.“


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