Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 15/12 - 30.03.2012

DGB: Peinliche Posse auf dem Rücken der Schleckerbeschäftigten

Politik verschiebt Verantwortung


Was die Politik im Hinblick auf die Sicherung der Arbeitsplätze und zur Unterstützung der Beschäftigten geleistet hat, zeugt von Dilettantismus. „Das Verhalten von Bund, einzelner Länder und das parteipolitische Kalkül der FDP, zeugt von der Abschiebung der Verantwortung und setzt die Existenz vieler Arbeitnehmerinnen auf Spiel, deren Weiterbeschäftigung im Unternehmen eine wirkliche Chance verdient hätte. Das mit dieser Absage auch eine gezielte Unterstützung für Arbeitnehmerinnen ohne Weiterbeschäftigungsoptionen bei Schlecker über Transfergesellschaften gescheitert ist, ist mehr als bitter! Viele der Mitarbeiterinnen hätten aufgrund ihrer individuellen Situation, längerfristige intensive Betreuung benötigt, um eine für sie passenden Stelle am Arbeitsmarkt zu finden, “ so die Vorsitzende der DGB Region Dortmund – Hellweg, Jutta Reiter.

„11.000 Menschen bundesweit, 160 Menschen in Dortmund ins bergfreie fallen zu lassen, wäre noch vor wenigen Jahren in dieser Republik undenkbar gewesen. Ich frage mich, ob die Entwicklung dieses Ergebnis gehabt hätte, wenn hier Arbeitsplätze von Männern betroffen wären? Hier wird Politik auf dem Rücken von Frauen gemacht, deren Arbeitsplätze scheinbar anderen Kriterien unterliegen. Aber gerade diese Frauen, die geringe Einkommen haben,  von denen viele Familien ernähren müssen, die häufig aufgrund staatliche geschaffner Betreuungsmodelle nur Teilzeit oder geringfügig arbeiten können, hätten all unsere Unterstützung verdient, “ vertritt Jutta Reiter.


Nach oben

Gegenblende

Suchbegriff eingeben
Datum eingrenzen
seit bis