Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 23/14 - 22.08.2014
Demo am 23.08.2014

Dortmunder ARBEITSKREISES GEGEN RECHTSEXTREMISMUS

Gemeinsamer Aufruf mit SLADO e.V. zu Kundgebung und Demonstration gegen Nazis am Samstag


Als „Sieg der Demokratie gegen den braunen Ungeist“ hat der Dortmunder Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus das Verbot von Nazi-T-Shirts durch das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen bezeichnet. Das Gericht hatte eine entsprechende Verfügung des Dortmunder Polizeipräsidenten Gregor Lange bestätigt, wonach Mitglieder der Partei Die Rechte Hemden mit dem Aufdruck „Stadtschutz“ in der Öffentlichkeit nicht tragen dürfen. Die Dortmunder DGB-Vorsitzende Jutta Reiter erklärte dazu als Sprecherin des Arbeitskreises gegen Rechtsextremismus, Polizei und Gericht hätten damit verhindert, dass Dortmunder Nazis „eine neue SA nach dem Vorbild der Hitler-Partei NSDAP ins Leben rufen“.

Der Dortmunder Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus ruft für morgen erstmals  gemeinsam mit SLADO, dem Dachverband der Schwulen-, Lesben-, Bisexuellen- und Transidentenvereine und -initiativen in Dortmund e.V., die Dortmunder Zivilgesellschaft dazu auf, in großer Zahl den Rechtsextremisten entgegenzutreten. Beide Gruppierungen werden an diesem Samstagnachmittag (23. August 2014) fordern, die Partei DIE RECHTE als Nachfolgeorganisation des verbotenen „Nationalen Widerstands Dortmund“ (NWDO) ebenfalls zu verbieten.

Die Nazis haben für Samstag eine Kundgebung gegenüber dem Hauptbahnhof angemeldet – zeitgleich mit dem „Christopher Street Day“, dem traditionellen öffentlichen Auftreten von Schwulen, Lesben und Transidenten, die für ihre Gleichberechtigung eintreten. Homosexuelle zählten unter der Nazi-Herrschaft in Deutschland zu den am härtesten verfolgten und diskriminierten Menschen.

Jutta Reiter (DGB) und Pfarrer Friedrich Stiller (Evangelische Kirche) als Sprecher des Arbeitskreises gegen Rechtsextremismus und die SLADO-Vorstandsmitglieder Frank Siekmann und Nicole Hardt rufen die Dortmunder Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich gegen den braunen Ungeist zur Wehr zu setzen. Die gemeinsame Veranstaltung beginnt um 14 Uhr mit einer Kundgebung vor der Reinoldi-Kirche, ihr folgt ein Demonstrationszug zur Katharinentreppe gegenüber dem Hauptbahnhof, wo ab 15 Uhr die Abschlusskundgebung stattfindet.

Die Abschlusskundgebung wird von Jutta Reiter moderiert. Als Redner sind Oberbürgermeister Ulrich Sierau, Superintendent Ulf Schlüter vom Kirchenkreis Dortmund, SLADO-Sprecher Frank Siekmann sowie ein Beitrag des Bündnisses „Dortmund Nazifrei“ vorgesehen. Für musikalische Unterhaltung sorgt die Gruppe „Merhaba“.


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